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Eindrücke von den Bildungsurlauben

Wir kochen, machen Wildkräutersmoothie und Wildkräutersalat, Beinwellroulade und Spitzwegerich-Pfanne, wir rühren  Salben, machen Exkursionen zu Kraftplätzen an der Ruhr, essen Blüten und das alles immer im Kreis von supernetten Leuten!! 

Das Hexenkraut - sieht nur unschuldig aus ... Hexenkraut-Charisma-Parfüm, macht SIE unwiderstehlich!

Ich möchte Ihnen hier unbedingt einmal das Hexenkraut vorstellen. Ein harmloses Kraut, denken Sie? Abwarten! Gleich werden Sie wissen, dass unser Schätzchen es faustdick hinter den Ohren hat! Als Frau werden Sie sich wünschen, es immer dabei zu haben, als Mann werden Sie lernen, sich ein ganz klein wenig davor zu fürchten …

Im dunklen Waldschatten von Buchenwäldern findet man es in großer Fülle, meist auch am Waldrand oder direkt am Wegesrand, wo es von kundigen Frauen gesehen werden will. 

Dieses Kraut wird in ganz Europa als Hexenkraut, Magierkraut und Zauberkraut bezeichnet und heißt auf lateinisch Circea lutetiana. Es ist nach der griechischen Zauberin Circe benannt, die damals die Männer verzaubert hat und sie gegen ihren Willen zwang, bei ihr zu bleiben. Und die wilde Wölfe und Bären in allerzahmste Tiere verwandelten … Nun, das wollen Sie als Frau auch? Nur zu! Mit Hilfe unseres kleinen unscheinbaren Kräutleins wird das ein Kinderspiel! 

Das Besondere

Was macht unseren Schatz so besonders? Die kleinen weißen Blütchen? Die im dunklen Waldschatten weiß leuchten? Oder die Wurzelknollen, die sich bei Luftkontakt rot färben? Oder die rote Farbe, die das angesetzte Parfüm bekommt? Wie Menstruationsblut … oder rote Lippen? Oder die kleinen diamantartigen Wassertropfen an den Blatträndern? Was damals für die Alchemisten so zauberkräftig war, dass sie damit den Stein der Weisen erschaffen wollten …

Vielleicht aber auch ganz einfach und für frau ganz praktisch deshalb: Die kleinen Früchte haften wie kleine Kletten am Fell von Fuchs, Katze, Maus und     … Liebhabern! So soll frau mit diesen Klettenfrüchten den von ihr erwählten Mann binden können, indem sie ihm einfach die Früchte anheftet … Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mir doch all das Schminken und Schmeicheln sparen können!!

 

Unwiderstehlichkeit!

In der Phytaro-Heilkräuter-Schule, genauer gesagt im Liebeskräuterseminar, habe ich gelernt, dass Frauen, wenn sie es bei sich tragen, für Männer unwiderstehlich werden sollen. Das habe ich neulich scherzhaft einmal bei einer Kräuterwanderung erzählt und prompt bekam ich eine Geschichte dazu erzählt! „Das weiß ich doch schon lange ...“ 

Erfahrungen  

Meiner Freundin habe ich es darauf hin beim Tanzen zugesteckt, da ich immer noch nicht zu einem Selbstversuch bereit war und sie schon lange liiert ist, also ein risikoarmes Unterfangen dachte ich. Es wird die Liebe wohl etwas auffrischen … 

Plötzlich stand ein fremder Mann neben ihr und sagte: „Du stehst da wie Aphrodite!“ Das werde ich beim nächsten Mal unbedingt auch ausprobieren.

Neulich war ich zum Hexenkraut sammeln in Bochum-Stiepel, meinem Lieblings-Kräuterort. Am Waldrand in der Nähe einer Straße war ein ganzes Feld, das ich nur hätte mähen müssen. Am Straßenrand parkte ein Auto. Zu dem kam nach einiger Zeit ein Mann in meinem Alter. Offensichtlich wartete er auf jemand. Nun kommt, was kommen musste: Er: „Was sammeln Sie denn da? Für die Kaninchen?“ Na, wenn der wüsste! Ich hab natürlich nix gesagt, sondern:„Haben Sie schon die Kornelkischen dort entdeckt? Sind gerade reif…“. Das Ende vom Lied war, dass er sagte: „Ich habe den Nachmittag frei, sollen wir nicht was unternehmen?“ Aber ich hatte keine Zeit …  

Erst zu Hause hab ich gemerkt, dass mein Rock und mein T-Shirt über und über mit den Kletten-Samen des Hexenkrautes bedeckt war! Wenn man die Wirkung satt hat und frau sich vor Männern grade nicht mehr retten kann: Einfach das Kraut aufessen! 

Meine Freundin wollte die Wirkung einmal bei ihrem Freund testen und hatte sich vor ihrem gemeinsamen Wochenende ein paar Blättchen in die Kleidung gesteckt. Er hing das ganze WE an ihr wie eine Klette. Moment! Klette?? Da war doch was …

Mittlerweile habe ich so viele Geschichten von Frauen gesammelt, die damit seltsame und wunderbare Dinge erlebt haben, dass ich noch einige Seiten dazu schreiben könnte. Aber probieren Sie es doch selbst aus! Bei Auftritten, Prüfungen, Rendezvous, Vorstellungsgesprächen. Es könnte es sich lohnen!

 

Charisma-Parfüm

Manchmal brauchen wir Frauen das Hexenkraut auch im Winter und für diese Fälle kann man eine „Charisma-Tinktur“ ansetzen. Wenn man keine ätherischen Öle zur Verfügung hat, wirkt es auch ohne. Die Öle haben noch eine verstärkende Wirkung. Der Muskatellersalbei gibt einem innere Stärke, Nelke und Sandelholz eine gewisse erdende Erotik, Bergamotte zaubert dem Gegenüber direkt ein Lächeln aufs Gesicht (DAS Anti-Depressions-Öl) und Rose ist sowieso der Duft der Engel … 

 

Bei mir zu beziehen: Pro Fläschchen 20 Euro plus 5 Euro Porte, email an uschi.stratmann@web.de. Mehr Liebeskräutergeschichten in meinem ebook, 

7 Euro über www.kräuterguru.de

REZEPTE

Basilikumbutter

·       500 g Butter

·       1 Doppeldose Tomatenmark

·       1 Strauß Basilikum

·       1 Esslöffel Salz

·       ½-1 Esslöffel gemahlener Pfeffer

·       1-2 Esslöffel Zitronensaft

·       ¼ gequetschte Knoblauchzehe

Butter schaumig schlagen oder mit Gabeln zerdrücken.
Basilikum zupfen und kleinschneiden.

Alle Zutaten vermengen und mind. 1h (eher einen Tag) kalt stellen und ziehen lassen. 

 

Kräuterbutter-Varianten 

Basis-Zutaten

·       1 Pfund Butter (250 g)

·       2 Knoblauchzehen

·       etwas Zitronensaft

·       ½ Teel. Salz

·       etwas frisch gemahlenen Pfeffer

·       eine Hand voll frischer Kräuter, auch gerne mehr!

Butter leicht erwärmen (nicht in der Mikrowelle!), den Zitronensaft und die zerdrückten Knoblauchzehen (Knoblauchpresse) und das Salz dazugeben. Die Kräuter sehr fein schneiden und unterrühren. Kalt stellen. Vor dem Servieren in frischen Kräutern wälzen oder mit essbaren Blüten bekleben.

 

Geeignete Kräuter:

·       Nur Bärlauch = Knobiartig schmeckende Butter, auch ohne Knobli lecker

·       Nur Brennnessel = angenehm würzig

·       Nur Giersch = etwas wie Staudensellerie oder Maggie-Butter, dazu hauptsächlich Blattstiele verwenden, klein schneiden wie Schnittlauch, dazu noch Knoblauchsrauke

·       Pastinak- und Maggikraut-Butter

·       Ein Paket Tiefkühlkräuter der Provence, mediterrane Variante

·       Alles gemischt: Bärlauch., Brennnessel, Gundermann, Giersch,

·       Würzig süßlich: Süßdolde, Melisse, Minze, Salbei

 

Variante:

  • Die Zutaten können statt in weiche Butter auch in 250 g Quark gegeben werden. Der erhält noch mehr Geschmack, wenn er mit etwas Olivenöl angerührt wird.

  • Die Butter zusätzlich mit 150 g Fetakäse mischen, dann von allem etwas mehr nehmen.

 

 

 Spitzwegerichpfanne

Junge Spitzwegerichköpfchen möglichst noch vor dem Aufblühen pflücken, also bevor die Staubfäden wie weiße „Monde“ um das Köpfchen erscheinen. In der Pfanne einige Minuten anbraten, dann kleine Knoblauch- und Zwiebelstückchen mit anrösten, salzen, pfeffern, köstlich! Schmeckt wie geröstete Champignons, passt auf Salat oder zu Kräuterquark. Oder einfach kalt knabbern.

 

Variante mit Breitwegerich:

Die nussartigen Samen an den langen Blütenständen sollte man vorher mit der Gabel albstreifen und dann anbraten. Der Stängel des Breitwegerich ist sonst zu hart. Kann über Suppe oder Salat gestreut werden, schmeckt nussig-pilzig. Super-lecker!

 

  

Beinwellroulade

Eine schnelle Köstlichkeit! Vom Beinwell ist immer genug da. Wenn Sie nicht in Wassernähe wohnen, holen Sie sich doch einen in den eigenen Garten! Auch wenn die Wühlmäuse sich im Winter ebenfalls drüber freuen, so lassen Sie doch immer ein Stück Wurzel übrig, zum naschen für sie (und uns) im nächsten Jahr. Das folgende Rezept ist leicht abgewandelt aus dem wundervollen Buch von Celia Nentwig: Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte, Blooms by Ulmer, 16.95. Das Buch ist so schön und die Rezepte so lecker, dass es einen Bestseller-Status verdient hat! Und nun guten Appetit bei folgendem Fingerfood, das auch Kindern schmeckt!

 

Zutaten

Für die Rouladen:

8 große Beinwellblätter

8 Scheiben Emmentaler

Etwas Mehl

2 Eier

Paniermehl

Bratöl

 

Für die Sauce

100 g Joghurt

½ Salatgurke

8 Blätter Minze

3 kleine Beinwellblätter

1 Tomate

Salz

 

Die Mittelrippe der Blätter unterseits flach abschneiden, die Scheibe Käse auf die Unterseite der Blätter legen, so, dass ein Stück Blatt frei bleibt, einrollen. Durch die raue Oberfläche der Blätter kletten sie sich selbst fest.

Erst in Mehl, dann in Ei, dann in Paniermehl rollen und in Öl kurz ausbacken.

Für die Sauce Gurke und Tomate sehr fein würfeln, Minze und Beinwellblätter sehr fein schneiden und alles mit Joghurt und Salz vermischen. Wenn vorhanden, bunte Beinwellblüten oder andere essbare Blüten als Deko obenauf legen.

 Foto Minou Schariari

 

Wildkräutersalat

Die Grundmischung besteht aus Paprika, Tomaten und Schafskäse, dazu etwas Gemüsezwiebel, Essig, kalt gepresstes Bio-Öl, Salz, eine Spur Zucker und Pfeffer.

Dazu wahlweise in großer Menge alles was grün und wild essbar ist. Im Frühling können das auch alle noch saftigen frischen Baumblätter sein, z.B. Lindenblätter, ganz kurz nach dem Austrieb auch noch die flaumigen Spitzchen von Buchen- oder Hainbuchenblättern, herrlich dazu auch Ahornblüten (vom Spitzahorn im April, vom Bergahorn und Feldahorn im Mai). Lecker sind auch Ulmenblätter, falls Sie einmal einen Baum finden, den der Ulmensplintkäfer noch nicht dahin gerafft hat. Hinein können alle Blüten, die Sie finden, Gänseblümchen, Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Beinwell, Lungenkraut.

 

Die Gemüsezwiebel können Sie durch wilden Bärlauch ersetzen oder durch Schnittlauch (aus dem Garten oder wild, der ist allerdings etwas bitterer), ansonsten tun es auch die frischen Blätter der Knoblauchsrauke.

Knackig wird der Salat auch durch frische Topinamburstücke, der aber erst im Herbst und Winter erntereif ist oder noch von der Winterlagerung übrig ist.

 

Diesen Salat (mit verschiedensten Kräutern oder Blüten) gibt es bei mir nahezu täglich.

 

Zu einer vollständigen Mahlzeit machen Sie ihn durch die Beilagen von Reis, Hirse, Kartoffeln. Da ich manchmal faul bin, kommen die gekochten Kartoffeln schon mal mit in den Salat und ich „verkaufe“ ihn den Kindern als „Kartoffelsalat“.

 

 

Schnelles Römergemüse

 

Schon die alten Römer haben ihren „Römerspinat“ zubereitet, indem sie Giersch, Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Salz und Pfeffer einfach kurz in der Pfanne angeröstet haben. Sie werden merken, dass Ihre gesammelten Kräuter in der Pfanne wie von Zauberhand zusammenschrumpfen. Sie kennen das sicher vom Spinat! Besser sammelt man also vorher eine große Menge, auch weil es dann so köstlich ist, dass Sie immer mehr davon essen wollen.

Dieses Rezept lässt sich nun mit allen essbaren Wildkräutern machen. Meine Lieblingsvariante besteht aus Giersch, Brennnesseln,  Löwenzahn und verschiedenen andere Kräutern aus meinem Rasen. Eine Teilnehmerin einer botanischen Exkursion aus Schwerte berichtete mir, dass ihre Enkelkinder bei ihr immer den „leckeren Unkrautspinat“ essen wollen.

Schätzchen mit Migrationshintergrund

Mein erster Liebling: Inkognito gefilmt hier:  Der japanische Staudenknöterich, oder liebevoll "Ruhr-Rhabarber": Schmecken Sie selbst!!

https://xn--kruterguru-r5a.de/japanischer-staudenknoeterich-spezial/

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Schätzchen mit Migrationshintergrund ...

Mein Liebling: Das drüsige Springkraut 

 

 

Ich finde es herrlich, dass das drüsige Springkraut, welches ursprünglich aus Asien kommt, sich bei uns so ausgebreitet hat.  Seine Nüsse sind lecker und die Blüten helfen äußerlich aufgerieben oder zwischen die Zehen gesteckt gegen Fußpilz. Eine preiswerte und wirkungsvolle Methode.  Viele Fungizide in den Antipilzsalben  sind heute schon zum großen Teil wirkungslos, weil die Pilze sie seit Jahren schon aus den Cremes kennen, aber noch mehr aus den mit Fungiziden ausgerüsteten Synthetik-Schuhen und Socken. Knoblauch ist auch eine Alternative im Kampf gegen Fußpilz, aber die Springkrautblüten riechen besser :-).

 

Die meisten Menschen finden die rosa Springkrautweiden einfach schön, wenn auch die Geschmäcker bezüglich des Duftes verschieden sind. Es liefert uns indisches Flair am Wasser, am Wegrand, auf der Waldlichtung. Versuchen Sie einmal eine Meditation neben einem Springkrautbestand, wenn die Bienen und Hummeln in die einzelnen Blüten krabbeln und ganz darin verschwinden. Vielleicht können Sie auch die Liebe der Tiere zu diesen Pflanzen spüren.

Auch im November noch esse ich mich auf meinen Herbstspaziergängen im Wald an Springkrautnüssen satt. Und freue mich an den bizarren Formen.

 

Wegen der hübschen Blüte hat sich die Pflanze wohl den Volksnamen „Orchidee des kleinen Mannes“ verdient. Wolf Dieter Storl nennt sie in seinen Büchern sogar „Palast des Maharadscha“. Recht hat er!

 

 

Wussten Sie, dass die Springkrautblüten zehn Mal mehr Nektar liefern als unsere einheimischen Pflanzen? 

 

Aber auch unsere einheimischen – Moment! Einheimisch? Sie sind auch vor Jahrzehnten aus dem Osten eingewandert – Springkräuter haben essbare Nüsse und gewagt schaukelnde Blüten, allerdings in goldgelb. Sie bevölkern unsere Wälder.